Medizinisches Versorgungszentrum - Zahnarzt Düsseldorf – Dr. Pantas

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Aphten im Mund

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle zahnärztliche Beratung.

Aphten sind kleine, schmerzhafte Schleimhautveränderungen im Mund, die fast jeder kennt. Sie treten als weißlich-gelbliche, flache Stellen mit rotem Rand auf und können beim Essen, Trinken und Sprechen sehr unangenehm sein. In den meisten Fällen sind Aphten harmlos und heilen von selbst ab. Hier lesen Sie, wie Sie Aphten erkennen, woher sie kommen, welche Hausmittel und Medikamente helfen und wann Sie damit zum Zahnarzt sollten.

Was sind Aphten?

Aphten (auch Aphthen geschrieben) sind oberflächliche Geschwüre der Mundschleimhaut. Sie können an der Innenseite der Lippen, auf der Zunge, am Zahnfleisch, am Gaumen oder an der Innenseite der Wangen auftreten. Aphten sind nicht ansteckend und nicht mit Herpesbläschen zu verwechseln, die typischerweise an der Außenseite der Lippen entstehen.

Man unterscheidet drei Formen:

  • Minor-Aphten: Die häufigste Form (etwa 85 % der Fälle). Sie sind kleiner als 1 cm und heilen innerhalb von 1 bis 2 Wochen narbenlos ab
  • Major-Aphten: Größer als 1 cm, tiefer und schmerzhafter. Die Heilung kann mehrere Wochen dauern und Narben hinterlassen
  • Herpetiforme Aphten: Sehr kleine, aber zahlreich auftretende Aphten, die zu größeren Flächen verschmelzen können. Trotz des Namens haben sie nichts mit Herpesviren zu tun

Aphten erkennen: So sehen sie aus

Eine typische Aphte ist rund oder oval, wenige Millimeter groß, in der Mitte weißlich bis gelblich belegt und von einem roten Entzündungssaum umgeben. Oft kündigt sie sich ein bis zwei Tage vorher durch Brennen oder Kribbeln an der Stelle an. Die Schmerzen sind in den ersten Tagen am stärksten und lassen nach, sobald sich die Oberfläche schließt.

Aphten am Zahnfleisch, am Gaumen oder im Rachen

Am häufigsten sitzen Aphten an der beweglichen Schleimhaut, also an Wangen- und Lippeninnenseite, am Zungenrand und am Mundboden. Aphten direkt am Zahnfleisch oder am harten Gaumen sind seltener. Dort sollte zusätzlich geprüft werden, ob eine scharfe Zahnkante, eine Füllung, eine Zahnspange oder ein Prothesenrand die Stelle reizt. Aphten im Rachen und am weichen Gaumen sind beim Schlucken besonders unangenehm; halten Beschwerden dort länger als zwei Wochen an oder kommt Fieber hinzu, gehört die Stelle ärztlich abgeklärt.

Was es sonst noch sein kann

  • Lippenherpes: Gruppierte Bläschen außen an der Lippe, die aufplatzen und verkrusten. Ansteckend
  • Mundfäule (Stomatitis aphthosa): Erstinfektion mit Herpesviren, vor allem bei Kleinkindern: viele Bläschen im ganzen Mund, Fieber, geschwollenes Zahnfleisch
  • Mundpilz: Weiße, abwischbare Beläge auf Zunge und Wangen, meist ohne den typischen roten Rand
  • Druckstellen: Durch Prothesen oder Zahnspangen; sie verschwinden, sobald die Ursache beseitigt ist
  • Schleimhautveränderungen, die nicht abheilen: Jede Stelle im Mund, die nach drei Wochen noch besteht, sollte untersucht werden, auch wenn sie nicht schmerzt

Ursachen von Aphten

Die genaue Ursache von Aphten ist nicht abschließend geklärt. Verschiedene Faktoren können ihr Auftreten begünstigen:

  • Kleine Verletzungen: Biss auf die Wangeninnenseite, Kratzer durch harte Lebensmittel oder eine zu harte Zahnbürste
  • Stress und psychische Belastung: Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt das Auftreten
  • Nährstoffmangel: Insbesondere ein Mangel an Eisen, Zink, Folsäure oder Vitamin B12
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Bestimmte Lebensmittel wie Nüsse, Zitrusfrüchte, Tomaten oder scharfe Gewürze können Aphten auslösen
  • Hormonelle Veränderungen: Manche Frauen bemerken ein gehäuftes Auftreten während der Menstruation
  • Natriumlaurylsulfat (SLS): Dieser Schaumbildner in vielen Zahnpasten kann bei empfindlichen Personen Aphten fördern
  • Rauchstopp: Manche Menschen bekommen in den ersten Wochen nach dem Aufhören vermehrt Aphten; das legt sich wieder
  • Erkrankungen: Chronisch wiederkehrende Aphten können selten Begleitsymptom von Grunderkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie oder Immunerkrankungen sein

Wie lange dauern Aphten?

Eine kleine Aphte durchläuft in der Regel einen festen Verlauf:

  • Tag 1 bis 2: Brennen oder Kribbeln, dann eine rote Stelle, die sich zu einem weißlichen Defekt entwickelt
  • Tag 3 bis 5: Die Schmerzen sind am stärksten, vor allem bei Kontakt mit Saurem, Salzigem oder Scharfem
  • Tag 6 bis 10: Der Belag verschwindet, die Stelle wird flacher und rötlich, die Schmerzen lassen deutlich nach
  • Tag 10 bis 14: Die Schleimhaut ist wieder geschlossen, bei Minor-Aphten ohne Narbe

Major-Aphten brauchen oft drei bis sechs Wochen. Beschleunigen lässt sich die Heilung kaum; Hausmittel und Medikamente können aber die Schmerzen lindern und verhindern, dass sich die Stelle zusätzlich entzündet.

Aphten behandeln: Was hilft?

Hausmittel gegen Aphten

  • Salzwasser-Spülung: Einen halben Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser auflösen und mehrmals täglich den Mund damit spülen. Das hält die Stelle sauber und kann die Beschwerden lindern
  • Kamillentee: Abgekühlten Kamillentee als Mundspülung verwenden. Kamille wirkt entzündungshemmend und beruhigend
  • Salbeitee: Salbei hat antibakterielle Eigenschaften und kann als Spülung oder direkt aufgetupft Linderung verschaffen
  • Honig: Etwas Honig auf die Aphte auftragen, kann lindernd wirken
  • Eiswürfel: Kurz auf die betroffene Stelle halten, um den Schmerz vorübergehend zu betäuben

Salz auf Aphten: Spülen ja, Streuen nein

Ein verbreiteter Tipp lautet, Salz direkt auf die Aphte zu streuen. Davon raten wir ab. Das Salz brennt auf dem offenen Gewebe stark, reizt die Stelle zusätzlich und beschleunigt die Heilung nicht. Sinnvoll ist dagegen die verdünnte Salzwasser-Spülung: Sie reinigt die Wunde schonend, ohne das Gewebe anzugreifen. Dasselbe gilt für Apfelessig oder Zitronensaft: Säure schadet dem Zahnschmelz und verstärkt den Schmerz.

Medikamentöse Behandlung

  • Schmerzstillende Gele: Betäubende Gele mit Lidocain oder Benzocain aus der Apotheke können direkt auf die Aphte aufgetragen werden und lindern den Schmerz beim Essen
  • Schutzfilme: Gele oder Pasten, die einen Film über die Aphte legen, schirmen die Stelle gegen Reize ab
  • Antiseptische Mundspülungen: Chlorhexidin-haltige Spülungen können eine bakterielle Zweitinfektion verhindern; nicht länger als zwei Wochen anwenden, weil sie Zähne und Zunge verfärben können
  • Kortisonhaltige Haftpasten: Bei größeren oder stark schmerzenden Aphten kann eine kortisonhaltige Haftsalbe auf Verordnung die Entzündung hemmen
  • Myrrhe-Tinktur: Hat desinfizierende und zusammenziehende Eigenschaften und wird vorsichtig aufgetupft

Was sollte man bei Aphten vermeiden?

  • Scharfe, saure oder sehr salzige Speisen und Getränke
  • Harte Lebensmittel (Chips, Brotkruste), die die Schleimhaut zusätzlich reizen
  • Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat (SLS); probieren Sie eine SLS-freie Alternative
  • Alkohol und Tabak, die die Heilung verzögern
  • An der Aphte herumdrücken, kratzen oder Salz und Säure direkt auftragen

Aphten bei Kindern

Auch Kinder bekommen Aphten, oft nach kleinen Verletzungen oder in stressigen Phasen. Treten bei einem Kleinkind jedoch plötzlich viele Bläschen im ganzen Mund auf, kommt Fieber hinzu und verweigert das Kind das Trinken, ist eher die Mundfäule die Ursache, eine Erstinfektion mit Herpesviren. Dann sollte der Kinderarzt oder Kinderzahnarzt das Kind zeitnah sehen, vor allem damit es ausreichend trinkt. Bei einzelnen Aphten helfen kühle, milde Speisen, lauwarme Kamillenspülungen und bei Bedarf ein kindgerechtes betäubendes Gel aus der Apotheke.

Wann sollten Sie zum Zahnarzt?

In den meisten Fällen heilen Aphten innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Sie sollten jedoch einen Zahnarzt aufsuchen, wenn:

  • Die Aphte nach zwei Wochen nicht abgeheilt ist
  • Die Aphten sehr groß (über 1 cm) oder besonders schmerzhaft sind
  • Aphten immer wieder auftreten (mehr als 3 bis 4 Mal pro Jahr)
  • Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommt
  • Die Aphten sich auf andere Bereiche der Mundhöhle oder den Rachen ausbreiten
  • Sie Schwierigkeiten beim Essen oder Trinken haben
  • Eine Stelle im Mund nicht schmerzt, aber nicht abheilt

In unserer Zahnarztpraxis in Düsseldorf untersuchen wir wiederkehrende oder untypische Aphten gründlich. Wir prüfen, ob scharfe Zahnkanten, Füllungsränder oder Prothesen die Schleimhaut reizen, und beseitigen solche Ursachen direkt. Bei Bedarf behandeln wir größere Aphten medikamentös oder veranlassen eine weiterführende Diagnostik, etwa eine Blutuntersuchung auf Nährstoffmangel beim Hausarzt.

Aphten vorbeugen

  • Auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen achten
  • Stress reduzieren; Entspannungstechniken und ausreichend Schlaf können helfen
  • Eine weiche Zahnbürste verwenden und beim Zähneputzen die Schleimhaut schonen
  • SLS-freie Zahnpasta ausprobieren, falls Aphten häufig auftreten
  • Scharfe Zahnkanten, drückende Prothesen oder Zahnspangen vom Zahnarzt glätten oder anpassen lassen
  • Ein Ernährungstagebuch führen, um mögliche Auslöser zu identifizieren

Häufige Fragen zu Aphten

Sind Aphten ansteckend?
Nein. Aphten werden nicht durch Viren oder Bakterien verursacht und lassen sich weder durch Küssen noch durch gemeinsames Geschirr übertragen. Das unterscheidet sie von Herpesbläschen, die durch das Herpes-simplex-Virus entstehen und ansteckend sind.
Wie lange dauern Aphten?
Kleine Aphten (Minor-Aphten) heilen in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Tagen ohne Narbe ab. Die stärksten Schmerzen treten meist in den ersten drei bis vier Tagen auf. Große Aphten über einem Zentimeter (Major-Aphten) können mehrere Wochen bestehen bleiben. Heilt eine Stelle nach zwei Wochen nicht ab, sollte sie zahnärztlich untersucht werden.
Hilft Salz auf Aphten?
Eine Spülung mit Salzwasser kann die Beschwerden lindern und hält die Stelle sauber. Salz direkt auf die Aphte zu streuen, ist dagegen nicht sinnvoll: Es brennt stark, reizt das offene Gewebe zusätzlich und beschleunigt die Heilung nicht. Besser ist es, einen halben Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser aufzulösen und damit mehrmals täglich zu spülen.
Was ist der Unterschied zwischen Aphten und Herpes?
Aphten sitzen im Mundinneren auf der Schleimhaut (Wange, Lippeninnenseite, Zunge, Zahnfleisch, Gaumen) und sind flache, weißlich-gelbe Stellen mit rotem Rand. Lippenherpes bildet gruppierte Bläschen außen an der Lippe, die aufplatzen und verkrusten. Herpes ist ansteckend, Aphten sind es nicht.
Warum bekomme ich immer wieder Aphten?
Treten Aphten mehr als drei- bis viermal im Jahr auf, spricht man von einer chronisch rezidivierenden Aphthose. Häufige Auslöser sind Stress, kleine Verletzungen, bestimmte Lebensmittel, hormonelle Schwankungen und ein Mangel an Eisen, Vitamin B12, Folsäure oder Zink. Selten stecken Grunderkrankungen wie Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen dahinter. Bei häufigen Aphten lohnt sich deshalb eine Abklärung beim Zahnarzt oder Hausarzt.
Kann der Zahnarzt Aphten behandeln?
Ja. Der Zahnarzt kann die Stelle beurteilen, andere Ursachen wie Verletzungen durch scharfe Zahnkanten oder Prothesenränder beseitigen und bei großen oder sehr schmerzhaften Aphten betäubende oder entzündungshemmende Mittel verordnen. Außerdem erkennt er, ob eine Schleimhautveränderung überhaupt eine Aphte ist oder weiter abgeklärt werden muss.
Dr. med. dent. Efthymios Pantas – Zahnarzt Düsseldorf

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. dent. Efthymios Pantas M.Sc. M.Sc.

Geschäftsführer & Zahnarzt

Verfasst und geprüft von Dr. Pantas -- Zahnarzt in Düsseldorf seit 2006. Schwerpunkte: Implantologie (M.Sc.) und ästhetische Zahnmedizin.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle zahnärztliche Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt.