Zahnärztlicher Notfall in Düsseldorf
Starke Zahnschmerzen, abgebrochener Zahn oder Schwellung? In Düsseldorf bieten wir an jedem Praxistag eine Schmerzsprechstunde ohne Termin an. Bei einem zahnärztlichen Notfall außerhalb der Sprechzeiten hilft der externe zahnärztliche Notdienst.
Heinrich-Heine-Allee 37, 40213 Düsseldorf
Wann liegt ein zahnärztlicher Notfall vor?
Nicht jeder Zahnschmerz ist sofort ein Notfall – doch es gibt Situationen, in denen Sie schnell handeln sollten. Suchen Sie zeitnah einen Zahnarzt auf, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:
- Starke, anhaltende Zahnschmerzen – pochende oder pulsierende Schmerzen, die sich nicht durch Hausmittel lindern lassen, können auf eine Entzündung des Zahnnervs hindeuten. Eine Wurzelbehandlung kann den Zahn in vielen Fällen erhalten. Mehr dazu im Ratgeber Zahnschmerzen – was tun?
- Abgebrochener oder gesprungener Zahn – ob durch einen Unfall, beim Sport oder beim Essen: Ein beschädigter Zahn sollte schnellstmöglich versorgt werden, um den Zahnnerv zu schützen. Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber: Was tun, wenn ein Zahn abgebrochen ist?
- Ausgeschlagener Zahn (Zahntrauma) – bewahren Sie den Zahn feucht auf und kommen Sie so schnell wie möglich in die Praxis.
- Verlorene Füllung oder Krone – ein offenliegender Zahn ist empfindlich und anfällig für Bakterien. Bringen Sie die Krone oder Füllung nach Möglichkeit mit. In vielen Fällen kann Zahnersatz direkt neu angefertigt werden.
- Schwellung oder Abszess – eine dicke Backe, Schwellung im Mundraum oder eitriger Geschmack sind Warnsignale für eine bakterielle Infektion, die behandelt werden muss.
- Nachblutung nach einem Eingriff – leichtes Nachbluten ist nach einer Zahnextraktion normal. Wenn die Blutung jedoch nicht aufhört oder stärker wird, kontaktieren Sie uns umgehend.
Ablauf in der Schmerzsprechstunde
In unserer Schmerzsprechstunde finden Sie an jedem Praxistag zwischen 10.00 – 11.30 Uhr ein Zeitfenster für akute Beschwerden. Sie müssen sich dafür nicht vorher anmelden. So läuft ein Besuch in der Regel ab:
- Ankunft und Anmeldung: Sie melden sich am Empfang und geben Ihre Versichertenkarte ab. Schildern Sie kurz, wo es wehtut, seit wann die Beschwerden bestehen und ob Sie bereits etwas eingenommen haben.
- Wartezeit: Wie lange Sie warten, hängt vom Andrang ab. An manchen Tagen kommen Sie schnell an die Reihe, an anderen müssen Sie etwas Geduld mitbringen.
- Untersuchung: Die Zahnärztin oder der Zahnarzt sieht sich den betroffenen Bereich an und klopft die Zähne ab. Falls für die Einschätzung nötig, wird ein Röntgenbild angefertigt.
- Erstversorgung: Ziel ist es, Ihre Beschwerden einzuschätzen und, soweit möglich, akut zu versorgen. Je nach Befund kann das zum Beispiel bedeuten, den Zahn zu eröffnen, eine provisorische Füllung zu legen oder ein Medikament zu verordnen.
- Weiteres Vorgehen: Die eigentliche Behandlung, etwa eine Wurzelbehandlung oder eine endgültige Füllung, erhält in der Regel einen eigenen Termin. Welche Schritte nötig sind, besprechen wir mit Ihnen nach der Untersuchung.
Typische Notfälle und was Sie selbst tun können
Nicht jede Situation verlangt dasselbe Vorgehen. Die folgenden Hinweise ersetzen keine zahnärztliche Untersuchung, helfen aber, bis Sie in der Praxis sind.
Pochende Zahnschmerzen
Pulsierende Schmerzen, die nachts oder beim Hinlegen stärker werden, deuten häufig auf eine entzündete Zahnpulpa hin. Eine kühle Auflage von außen kann das Pochen dämpfen. Rezeptfreie Schmerzmittel sind möglich, wenn Sie diese vertragen. Die Entzündung selbst bleibt dabei bestehen und braucht eine zahnärztliche Behandlung. Ausführliche Hinweise finden Sie im Ratgeber Zahnschmerzen, mögliche Behandlungswege unter Endodontie und Wurzelbehandlung.
Abgebrochener Zahn
Bewahren Sie ein abgebrochenes Stück nach Möglichkeit auf und nehmen Sie es mit. Spülen Sie den Mund vorsichtig mit Wasser und vermeiden Sie harte Speisen. Scharfe Kanten können Zunge und Wange verletzen, deshalb sollten Sie nicht mit der Zunge daran reiben. Ob der Zahn wieder aufgebaut werden kann, entscheidet sich nach der Untersuchung. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Zahn abgebrochen.
Ausgeschlagener Zahn
Hier zählt die Zeit. Fassen Sie den Zahn nur an der Krone an, niemals an der Wurzel, und reinigen Sie ihn nicht mit Bürste oder Seife. Ideal ist die Lagerung in einer Zahnrettungsbox aus der Apotheke. Steht keine zur Verfügung, ist kalte H-Milch eine Alternative. Gehen Sie anschließend ohne Umweg zu einer zahnärztlichen Praxis, am besten in Begleitung. Ein Zahn lässt sich unter Umständen wieder einsetzen und schienen, wenn die Versorgung früh erfolgt. Bei einem ausgeschlagenen Milchzahn setzen Sie nichts selbst ein; suchen Sie dennoch zeitnah die Praxis auf.
Dicke Backe oder Schwellung
Eine Schwellung im Gesicht oder im Mund kann auf eine Infektion am Zahn oder Kiefer hindeuten. Kühlen Sie von außen, aber nur mäßig, und legen Sie keine Wärme auf. Warten Sie nicht ab, ob es von allein besser wird. Rufen Sie in der Praxis an oder kommen Sie in die Schmerzsprechstunde. Wenn Ihnen das Schlucken oder Atmen schwerfällt, gilt der Abschnitt zum Rettungsdienst weiter unten.
Verlorene Füllung oder Krone
Ein Zahn ohne Füllung oder Krone reagiert oft empfindlich auf Temperatur und Berührung. Heben Sie die Krone auf, auch wenn sie beschädigt ist. Setzen Sie sie nicht selbst mit Haushaltskleber ein. Putzen Sie die betroffene Stelle vorsichtig und meiden Sie Speisen, die darauf drücken. Ob die Krone wieder befestigt werden kann oder ersetzt werden muss, zeigt der Befund. Informationen zu den Möglichkeiten finden Sie unter Zahnersatz.
Nachblutung nach einer Zahnentfernung
Eine leichte Nachblutung ist in den ersten Stunden nach dem Eingriff nicht ungewöhnlich. Beißen Sie fest auf ein sauberes, zusammengefaltetes Tuch oder einen Tupfer und halten Sie diesen etwa zwanzig Minuten an Ort und Stelle. Verzichten Sie auf Spülen, Rauchen und Alkohol. Hört die Blutung nicht auf, rufen Sie die Praxis an. Hinweise zum Verhalten nach dem Eingriff finden Sie im Ratgeber Zahn ziehen.
Lockerer Zahn nach einem Sturz
Wackelt ein Zahn nach einem Schlag oder Sturz, sollten Sie ihn nicht mit Zunge oder Fingern bewegen. Weiche Kost schont ihn. Auch wenn kaum Schmerzen bestehen, kann der Zahnhalteapparat verletzt sein, und manche Folgen zeigen sich erst später. Lassen Sie den Zahn deshalb zeitnah untersuchen. Bei einem Schlag gegen den Kopf, Übelkeit, Erbrechen oder Benommenheit lassen Sie sich zusätzlich ärztlich untersuchen, bei Bewusstlosigkeit wählen Sie den Notruf 112.
Zahnschmerzen bei Kindern
Bei Kindern fällt die Beschreibung des Schmerzes oft schwer. Ein Kind, das nicht essen will, die Wange hält oder nachts weint, sollte untersucht werden. Beruhigen Sie es, kühlen Sie die Wange von außen und fragen Sie bei der Auswahl von Schmerzmitteln die Packungsbeilage oder Ihre Apotheke zur kindgerechten Anwendung. Mehr zur Behandlung der Jüngsten lesen Sie unter Kinderzahnarzt in Düsseldorf.
Erste Hilfe bei Zahnschmerzen
Bis Sie unsere Praxis erreichen, können Sie mit einfachen Maßnahmen die Beschwerden lindern und weitere Schäden vermeiden:
Kühlen
Legen Sie ein feuchtes Tuch oder ein Kühlpad (in ein Tuch gewickelt) von außen an die Wange. Nicht direkt auf die Haut legen. Kühlen Sie in Intervallen von 15 bis 20 Minuten.
Schmerzmittel
Rezeptfreie Schmerzmittel können kurzfristig helfen, wenn Sie sie vertragen. Beachten Sie die Packungsbeilage und fragen Sie bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Blutverdünnern vorab in der Apotheke.
Zahn schützen
Bei einem abgebrochenen Stück oder ausgeschlagenen Zahn: das Fragment feucht aufbewahren (Zahnrettungsbox oder kalte H-Milch). Nicht an der Wurzel anfassen. Lockere Zähne nicht bewegen.
Vermeiden
Kein heißes, kaltes oder süßes Essen und Trinken. Nicht flach hinlegen – das verstärkt den Druck und damit den Schmerz. Nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.
Wann Sie den Rettungsdienst rufen sollten
Manche Beschwerden gehören nicht in eine Zahnarztpraxis, sondern in die Notaufnahme. Wählen Sie den Notruf 112, wenn Sie schwer Luft bekommen, wegen einer Schwellung am Hals kaum schlucken können, eine starke Blutung nicht zum Stillstand kommt, eine Schwellung sich rasch ausbreitet und mit Fieber einhergeht oder eine Person nach einem Unfall bewusstlos ist.
Auch bei dem Verdacht auf einen Kieferbruch nach einem Unfall oder Sturz, etwa bei einem Biss, der nicht mehr zusammenpasst, sollten Sie eine Notaufnahme oder eine Klinik mit Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie aufsuchen. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel den Notruf wählen.
Unsere Sprechzeiten
| Tag | Vormittag | Nachmittag |
|---|---|---|
| Montag, Dienstag | 08.30 – 13.00 | 14.00 – 18.30 |
| Mittwoch | 08.30 – 13.00 | 14.00 – 17.00 |
| Donnerstag | 09.00 – 13.00 | 14.00 – 19.00 |
| Freitag | 09.00 – 14.00 | – |
Schmerzsprechstunde: An jedem Praxistag (Mo bis Fr) von 10.00 – 11.30 Uhr nehmen wir Schmerzpatienten auch ohne Termin auf. Bitte bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit.
Außerhalb unserer Sprechzeiten
Wenn Sie außerhalb unserer Öffnungszeiten einen zahnärztlichen Notfall haben, wenden Sie sich bitte an den Zahnärztlichen Notdienst Düsseldorf:
Zahnärztlicher Notdienst
Telefon: 01805 – 986 700
(14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus Mobilfunknetzen)
Der zahnärztliche Notdienst ist ein externer Dienst der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein und gehört nicht zur Praxis Dr. Pantas. Welche Praxis gerade Notdienst hat, nennt der Dienst am Telefon.
So erreichen Sie uns im Notfall
Adresse
Zahnärztliche Praxis Dr. Pantas GmbH (MVZ)
Heinrich-Heine-Allee 37
40213 Düsseldorf
Termin buchen
Buchen Sie Ihren Termin bequem online – auch kurzfristige Termine sind oft verfügbar.
Online Termin vereinbarenAnfahrt mit ÖPNV
U-Bahn: Haltestelle Heinrich-Heine-Allee (alle Stadtbahnlinien U70 bis U79 und U83), ca. 2 Min. Fußweg.
Straßenbahn: Linien 703, 706, 712, 713.
Parkhäuser: Kommödchen (günstig), Kunsthalle (meist frei), Galeria Kaufhof und Carschhaus (am nächsten).
Häufige Fragen zum zahnärztlichen Notfall
Was zählt als zahnärztlicher Notfall?
Als zahnärztlicher Notfall gelten Situationen, die keinen Aufschub dulden: anhaltende starke Schmerzen, ein Zahn, der durch einen Sturz abgebrochen oder gelockert wurde, eine geschwollene Wange oder Blutungen, die nach einem Eingriff nicht nachlassen. Auch eine verloren gegangene Krone kann dazuzählen, wenn der freiliegende Zahn schmerzt. Im Zweifel hilft ein kurzer Anruf in der Praxis.
Was tun bei einem ausgeschlagenen Zahn?
Greifen Sie den Zahn ausschließlich an der Krone und spülen Sie ihn nicht ab. Am besten lagert er in einer Zahnrettungsbox oder in kalter H-Milch. Danach sollten Sie unverzüglich eine zahnärztliche Praxis aufsuchen, denn die Erfolgsaussichten eines Wiedereinsetzens hängen stark von der vergangenen Zeit ab.
Kann ich ohne Termin in die Schmerzsprechstunde kommen?
Ja, an jedem Praxistag ist ein Zeitfenster von 10.00 – 11.30 Uhr für akute Beschwerden vorgesehen, in dem keine Anmeldung nötig ist. Bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit. Je nach Andrang kann es zu Wartezeiten kommen.
Was passiert, wenn die Schmerzsprechstunde schon vorbei ist?
Rufen Sie während der regulären Öffnungszeiten trotzdem in der Praxis an und schildern Sie Ihre Beschwerden. Das Team kann Ihnen sagen, wie Sie weiter vorgehen. Sind die Sprechzeiten beendet, erreichen Sie den externen zahnärztlichen Notdienst der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein unter 01805 – 986 700. Bei Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie den Notruf 112.
Was hilft gegen akute Zahnschmerzen bis zum Zahnarztbesuch?
Eine kühle Auflage auf der Wange kann den Schmerz dämpfen, Wärme eher nicht. Auch rezeptfreie Schmerzmittel sind eine Möglichkeit, sofern Sie diese vertragen und die Hinweise im Beipackzettel beachten. Verzichten Sie auf sehr heiße oder sehr kalte Getränke und schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper. Die Ursache der Schmerzen beseitigen diese Maßnahmen jedoch nicht, deshalb bleibt der Zahnarztbesuch wichtig.
Was kostet eine zahnärztliche Notfallbehandlung?
Das hängt von Art und Umfang der Maßnahmen ab. Die Erstversorgung akuter Beschwerden gehört in vielen Fällen zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Falls für eine Behandlung Zusatzkosten entstehen können, sprechen wir das vorab mit Ihnen ab.
Zahnschmerzen? Rufen Sie uns an.
Rufen Sie uns an oder kommen Sie während der Schmerzsprechstunde (an jedem Praxistag 10.00 – 11.30 Uhr) direkt in unsere Praxis.