Feste Zähne am Tag der Implantation: das All-on-4-Konzept
Sie wünschen sich eine festsitzende Lösung für einen zahnlosen Kiefer, möglichst schnell und ohne monatelanges Warten? Mit dem All-on-4-Konzept können wir Ihnen in geeigneten Fällen am Tag der Implantation feste Zähne auf Implantaten einsetzen. Statt vieler einzelner Implantate reichen in der Regel vier strategisch positionierte Implantate pro Kiefer, um eine vollständige, festsitzende Brücke zu tragen.
In unserer Zahnarztpraxis in der Düsseldorfer Altstadt bieten wir dieses Verfahren für Patientinnen und Patienten an, die keine eigenen Zähne mehr haben oder deren Restzähne nicht mehr zu erhalten sind, und die mit einer herausnehmbaren Prothese nicht zufrieden sind.
Was ist das All-on-4-Konzept?
All-on-4 bedeutet: alle Zähne auf vier Implantaten. In jedem Kiefer werden vier Zahnimplantate eingesetzt, auf denen eine festsitzende Brücke mit 10 bis 12 Zähnen verschraubt wird. Die beiden vorderen Implantate stehen gerade, die beiden hinteren werden schräg gesetzt. So nutzen sie den vorhandenen Knochen optimal, weichen empfindlichen Strukturen wie der Kieferhöhle oder dem Unterkiefernerv aus und ein aufwendiger Knochenaufbau ist häufig nicht nötig.
Das Besondere ist die Sofortversorgung: Noch am Tag der Implantation erhalten Sie in der Regel eine feste provisorische Brücke, mit der Sie die Praxis verlassen und wieder essen und sprechen können. Nach der Einheilphase von 3 bis 6 Monaten wird das Provisorium durch den endgültigen Zahnersatz ersetzt.
Für wen eignet sich All-on-4, und für wen nicht?
- Zahnlose Patienten: Ober- und/oder Unterkiefer ohne Zähne
- Stark geschädigte Restbezahnung: Wenn die verbleibenden Zähne nicht mehr erhaltungswürdig sind, können Entfernung und Implantation am selben Tag erfolgen
- Prothesenträger: Die mit Druckstellen, Haftcreme oder einer wackelnden Prothese unzufrieden sind
- Patienten mit reduziertem Knochenangebot: Durch die Schrägstellung der Implantate kann oft auf einen Knochenaufbau verzichtet werden
Nur eingeschränkt oder erst nach Abstimmung mit den behandelnden Ärzten geeignet ist das Verfahren bei unbehandelter Parodontitis, bei schlecht eingestelltem Diabetes, bei einer Therapie mit Bisphosphonaten, nach einer Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich, bei geschwächtem Immunsystem, bei starkem Zähneknirschen und bei starkem Rauchen, weil die Einheilung der Implantate dann gefährdet sein kann. Auch wenn der Knochen für eine sichere Sofortbelastung nicht ausreicht, raten wir zu einem Vorgehen in zwei Schritten. Ob All-on-4 für Sie infrage kommt, klären wir in der Diagnostik.
Ablauf der Behandlung
- Beratung, Diagnostik und 3D-Planung
Mit digitaler Volumentomographie (DVT) analysieren wir Ihre Kiefersituation dreidimensional. Die Implantatpositionen werden am Computer geplant, Sie erhalten einen Heil- und Kostenplan. Auf dieser Grundlage wird die provisorische Brücke vorbereitet. - Behandlungstag: Implantation und Sofortversorgung
Nicht erhaltungswürdige Restzähne werden entfernt, die vier Implantate unter lokaler Betäubung oder in Vollnarkose eingesetzt. Anschließend wird die vorbereitete Brücke auf die Implantate geschraubt und an den Biss angepasst. Sitzen die Implantate fest genug, verlassen Sie die Praxis noch am selben Tag mit festen Zähnen. - Einheilphase (3 bis 6 Monate)
Die Implantate verwachsen mit dem Kieferknochen. Das Provisorium sitzt fest, ist in der Einheilphase aber nur eingeschränkt belastbar; in den ersten Wochen ist weiche Kost sinnvoll. Zwischendurch kontrollieren wir Sitz und Zahnfleisch. - Endgültige Versorgung
Nach der Einheilphase wird das Provisorium durch die definitive Brücke aus unserem hauseigenen Dentallabor ersetzt. Form, Farbe und Biss werden in ein bis zwei Probesitzungen mit Ihnen abgestimmt.
Vorteile von festen Zähnen an einem Tag
- Festsitzende Zähne am Tag der Implantation, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind: kein monatelanges Warten mit einer Übergangsprothese
- Vier Implantate pro Kiefer statt einer höheren Anzahl
- Oft ohne Knochenaufbau: Die Schrägstellung nutzt den vorhandenen Knochen
- Festsitzender Zahnersatz: Er muss nicht herausgenommen werden, Haftcreme entfällt
- Individuelle Gestaltung: Form und Farbe der Brücke werden mit Ihnen abgestimmt
- Kaukraft: In der Regel mehr als mit einer herausnehmbaren Vollprothese
Alternativen zu All-on-4
Feste Zähne an einem Tag sind eine von mehreren Möglichkeiten, einen zahnlosen Kiefer zu versorgen. Welche passt, hängt von Knochen, Wünschen und Budget ab:
- All-on-6: Sechs Implantate pro Kiefer verteilen die Kaukräfte auf mehr Pfeiler. Sinnvoll bei gutem Knochenangebot oder sehr hoher Kaubelastung.
- Herausnehmbare Prothese auf Implantaten: Zwei bis vier Implantate geben einer Prothese über Druckknöpfe oder einen Steg Halt. Die Prothese wird zur Reinigung herausgenommen und ist günstiger als eine festsitzende Brücke.
- Klassische Implantation in zwei Schritten: Die Implantate heilen zunächst unbelastet ein, der Zahnersatz folgt nach einigen Monaten. Dieses Vorgehen wählen wir, wenn eine Sofortbelastung nicht sicher möglich ist.
- Vollprothese ohne Implantate: Die Regelversorgung der Krankenkasse; sie liegt auf dem Zahnfleisch auf und bietet weniger Halt und Kaukraft.
Eine Übersicht aller Varianten finden Sie auf unserer Seite zum Zahnersatz.
Risiken und was wir dagegen tun
Wie jeder operative Eingriff hat auch die Implantation Risiken: Schwellung, Nachblutung und Wundschmerz in den ersten Tagen, selten eine Wundinfektion oder der Verlust eines Implantats in der Einheilphase. Weitere mögliche Risiken sind vorübergehende, selten bleibende Gefühlsstörungen bei Nervnähe, eine Verbindung zur Kieferhöhle, eine Entzündung des Gewebes um das Implantat (Periimplantitis) sowie Schäden an der Brücke oder gelockerte Schrauben. Bei einer Vollnarkose kommen deren Risiken hinzu. Die 3D-Planung und Ihre Mitarbeit bei der Pflege können diese Risiken verringern. Heilt ein Implantat nicht ein, kann es nach einer Heilungsphase in der Regel ersetzt werden; wie wir in diesem Fall vorgehen, besprechen wir vorab mit Ihnen.
Pflege der festen Zähne
Eine implantatgetragene Brücke braucht dieselbe Sorgfalt wie eigene Zähne, damit das Zahnfleisch um die Implantate gesund bleibt:
- Zweimal täglich putzen, die Übergänge zwischen Brücke und Zahnfleisch mit Interdentalbürsten oder einer Munddusche reinigen
- Regelmäßige professionelle Zahnreinigung, bei der die Brücke bei Bedarf abgenommen und gereinigt wird
- Kontrolltermine, um Implantate, Knochen und Verschraubung zu prüfen
- Nicht rauchen, denn Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für Implantatverlust
Kosten
Die Kosten für feste Zähne an einem Tag hängen vom individuellen Befund, dem Knochenangebot und dem Material der Brücke ab. Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich mit einem Festzuschuss zum Zahnersatz, an den Implantaten selbst in der Regel nicht; in bestimmten Ausnahmefällen übernimmt sie mehr, das klären wir vorab im Heil- und Kostenplan. Mit lückenlos geführtem Bonusheft fällt der Zuschuss höher aus. Richtwerte finden Sie auf unserer Seite zu den Kosten von Zahnimplantaten. Wir erstellen Ihnen vorab einen transparenten Heil- und Kostenplan und beraten Sie zu Finanzierungsmöglichkeiten und Ratenzahlung.
Häufige Fragen zu festen Zähnen an einem Tag
Was ist All-on-4 und was bedeutet „feste Zähne an einem Tag“?
Wie lange halten feste Zähne auf 4 Implantaten?
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Kann man mit dem Provisorium normal essen?
Geht All-on-4 auch bei wenig Knochen?
Wie viele Termine sind nötig?
Was kostet All-on-4 und zahlt die Krankenkasse dazu?
Gibt es eine Altersgrenze?
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Sie wünschen sich feste Zähne ohne Prothese? Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch. Wir prüfen mit Ihnen, ob das All-on-4-Konzept für Sie geeignet ist.
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