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CMD-Behandlung in Düsseldorf

| Dr. med. dent. Efthymios Pantas

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CMD-Behandlung in Düsseldorf: wenn Kiefer, Muskeln und Zähne nicht zusammenpassen

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein Sammelbegriff für Beschwerden, bei denen das Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskeln und Zahnreihen gestört ist. Einfach gesagt: Kiefer und Kaumuskeln sind überlastet. Die Beschwerden betreffen meist Kiefer, Gesicht und Kopf, etwa als Schmerzen, Verspannungen oder Geräusche im Gelenk.

In unserer Zahnarztpraxis in der Düsseldorfer Altstadt untersuchen wir Kiefer, Muskulatur und Biss und behandeln CMD-Beschwerden, soweit das zahnärztlich möglich ist. Ist eine andere Fachrichtung gefragt, überweisen wir Sie an passende Kolleginnen und Kollegen.

Symptome: Woran Sie eine CMD erkennen

Die Anzeichen sind vielfältig und werden häufig nicht sofort mit dem Kiefer in Verbindung gebracht:

  • Kiefergelenkschmerzen oder Knacken beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Zähneknirschen (Bruxismus), häufig nachts und unbewusst
  • Kopfschmerzen, zum Teil mit Ausstrahlung in Schläfe und Stirn, besonders morgens nach dem Aufwachen
  • Nacken- und Schulterverspannungen
  • Ohrenschmerzen: Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schwindel werden gelegentlich mit Kiefergelenkbeschwerden in Verbindung gebracht. Ein Zusammenhang ist nicht belegt. Beides sollte zuerst ärztlich, etwa beim HNO-Arzt, abgeklärt werden.
  • Eingeschränkte Mundöffnung oder Kiefersperre
  • Abgeriebene, empfindliche oder gebrochene Zähne

Keines dieser Anzeichen beweist für sich allein eine CMD. Ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben, die zunächst ausgeschlossen werden müssen.

Ursachen und Risikofaktoren

Meist wirken mehrere Faktoren zusammen. Folgende Punkte können eine Rolle spielen:

  • Biss und Zahnstellung: Ein Zusammenhang zwischen dem Biss und CMD wird diskutiert, ist aber wissenschaftlich umstritten. Ein unregelmäßiger Biss allein erklärt Beschwerden in der Regel nicht.
  • Zähneknirschen und Pressen: Dauerhafte Anspannung kann die Kaumuskulatur überlasten. Mehr dazu im Ratgeber Zähneknirschen.
  • Stress: Seelische Anspannung geht bei manchen Menschen mit unbewusstem Kieferpressen einher.
  • Fehlende Zähne oder nicht passender Zahnersatz: Sie können die Kaubelastung verändern und werden bei der Untersuchung mit betrachtet.
  • Haltung: Eine ungünstige Haltung im Schulter-Nacken-Bereich kann sich auf den Kiefer auswirken.
  • Verletzungen: Unfälle oder Stürze mit Beteiligung des Kiefers können das Gelenk beeinträchtigen.
  • Arthrose des Kiefergelenks: Verschleiß im Gelenk kann Schmerzen und Reibegeräusche verursachen.

So bereiten Sie sich auf den ersten Termin vor

Für die Untersuchung hilft es, wenn Sie vorab notieren, wann die Beschwerden auftreten, zum Beispiel morgens nach dem Aufwachen oder nach langem Sprechen, und was sie verstärkt oder lindert. Bringen Sie vorhandene Schienen, Befunde anderer Fachrichtungen und eine Liste Ihrer Medikamente mit. Wer bereits in physiotherapeutischer Behandlung ist, kann den Therapiebericht mitbringen. Auch Hinweise von Partnerin oder Partner, etwa auf nächtliches Knirschen, sind für die Einordnung nützlich.

Diagnostik in unserer Praxis

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch (Anamnese): Wo und wann treten die Beschwerden auf, seit wann bestehen sie, was verstärkt oder lindert sie? Darauf folgt die klinische Funktionsanalyse. Sie umfasst in der Regel:

  • Tasten der Kaumuskeln auf Verspannungen und Druckschmerz
  • Messung des Bewegungsumfangs beim Öffnen, Schließen und Seitwärtsbewegen
  • Prüfung auf Gelenkgeräusche wie Knacken oder Reiben
  • Kontrolle des Bisses und der Zahnabnutzung

Bei Bedarf ergänzen wir die Untersuchung durch eine Röntgenaufnahme oder, wenn es der Befund rechtfertigt, eine 3D-Aufnahme (DVT), um die knöchernen Strukturen des Gelenks zu beurteilen. Für Gelenkscheibe und Weichteile kann eine MRT-Untersuchung beim Facharzt notwendig sein. Zeigt sich, dass die Beschwerden eher aus dem Bereich HNO oder Orthopädie stammen, empfehlen wir die Abklärung bei der jeweiligen Fachärztin oder dem Facharzt.

Behandlung: Schritt für Schritt

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, entscheiden wir nach dem Befund. Häufig beginnt man mit schonenden, umkehrbaren Schritten.

Aufbissschiene aus dem eigenen Labor

Die Aufbissschiene, umgangssprachlich auch Knirscherschiene genannt, wird individuell in unserem hauseigenen Dentallabor angefertigt. Sie wird meist nachts getragen und soll Kiefergelenke und Muskulatur entlasten sowie die Zähne vor weiterem Abrieb schützen. Der Sitz wird kontrolliert und bei Bedarf angepasst. Die Schiene ersetzt nicht die Behandlung der Ursache: Bleibt der Auslöser bestehen, etwa anhaltender Stress, schützt sie die Zähne, beseitigt die Grundspannung aber nicht.

Ablauf der Schienentherapie

Nach der Funktionsanalyse nehmen wir eine Abformung oder einen digitalen Scan beider Kiefer und legen die Bisslage fest, in der die Schiene gefertigt wird. Im Labor entsteht daraus eine Schiene aus transparentem Kunststoff, die meist auf einem Kiefer sitzt. Beim Einsetzen prüfen wir, ob die Zähne der Gegenseite gleichmäßig auf der Schiene aufliegen, und korrigieren die Kontakte an der Schiene. In den ersten Nächten kann sich die Schiene ungewohnt anfühlen und der Speichelfluss zunehmen; das legt sich in der Regel nach kurzer Zeit. Bei den Kontrollen besprechen wir, wie sich die Beschwerden entwickeln. Reinigen Sie die Schiene nach dem Tragen mit einer Zahnbürste und kaltem Wasser und bewahren Sie sie trocken in ihrer Dose auf.

Selbsthilfe und Entlastung

Zusätzlich können Sie selbst entlasten: weiche Kost und Wärme in akuten Phasen, Zähne nicht aufeinanderpressen und auf Kaugummi verzichten. Entspannungsverfahren können die Grundspannung senken. Übungen und Alltagstipps finden Sie im Ratgeber Zähneknirschen.

Physiotherapie und Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen

Manuelle Therapie und Physiotherapie, die Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet, können die Behandlung ergänzen. Je nach Befund arbeiten wir mit Physiotherapeuten, Orthopäden und HNO-Ärzten zusammen. Spielt anhaltender Stress eine große Rolle, sprechen Sie das gern bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt an.

Zahnersatz

Haben fehlende Zähne oder abgenutzter Zahnersatz die Kaufunktion beeinträchtigt, kann unabhängig von der CMD eine Neuversorgung mit Zahnersatz sinnvoll sein. Unumkehrbare Eingriffe wie das Einschleifen von Zähnen werden zur CMD-Behandlung nicht empfohlen.

Was Sie von der Behandlung erwarten können

Ziel der Behandlung ist, Gelenke und Muskeln zu entlasten, die Beweglichkeit des Kiefers zu erhalten und weiteren Zahnabrieb zu vermeiden. Bei vielen Betroffenen können sich Beschwerden bessern, ein bestimmtes Ergebnis lässt sich jedoch nicht zusagen. Die Behandlung dauert in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Bei erneuter Belastung, etwa in stressigen Zeiten, können die Beschwerden wieder auftreten. Deshalb sind Kontrolltermine und die Mitarbeit zu Hause wichtig.

Bei einer akuten Kiefersperre oder starken Schmerzen erreichen Sie uns über die Schmerzsprechstunde, die Sie an jedem Praxistag ohne Termin besuchen können.

Kosten und Krankenkasse

Eine einfache Aufbissschiene ist bei entsprechendem Befund in der Regel eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Umfangreichere Funktionsdiagnostik und spezielle Schienen können Privatleistungen sein. Vorab erhalten Sie von uns einen Kostenvoranschlag. Falls gewünscht, ist eine Ratenzahlung möglich.

Häufige Fragen zu CMD

Was ist CMD?
Die Abkürzung steht für Craniomandibuläre Dysfunktion. Gemeint sind Funktionsstörungen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur, die sich unterschiedlich äußern können, zum Beispiel als Kieferschmerz, Verspannung oder wiederkehrender Kopfschmerz.
Welcher Arzt behandelt CMD?
Erste Anlaufstelle ist meist die Zahnarztpraxis, weil dort Biss und Kiefergelenke untersucht werden. Je nach Befund kommen Physiotherapeuten, Orthopäden oder HNO-Ärzte hinzu. Wer welchen Teil übernimmt, richtet sich nach Ihren Beschwerden.
Was kostet eine Knirscherschiene?
Das hängt vom Befund und von der Art der Aufbissschiene ab. Für eine einfache Aufbissschiene übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten in der Regel, wenn der Befund das rechtfertigt. Bei Eigenanteilen erhalten Sie vorab einen Kostenvoranschlag, damit Sie die Summe kennen, bevor die Behandlung beginnt.
Kann CMD von selbst heilen?
Leichte Beschwerden klingen manchmal von selbst ab, vor allem wenn eine stressige Phase endet. Halten sie an oder nehmen sie zu, ist eine Untersuchung sinnvoll.
Wie lange dauert die CMD-Behandlung?
Einen festen Zeitraum können wir nicht nennen, denn jeder Fall verläuft anders. Bei manchen dauert die Behandlung einige Wochen, bei anderen mehrere Monate. Ein bestimmtes Ergebnis kann nicht zugesichert werden.
Welche Übungen helfen bei CMD?
Sanfte Lockerungsübungen für Kiefer und Nacken können unterstützen. Welche für Sie geeignet sind, hängt vom Befund ab. Lassen Sie sich die Übungen von uns oder einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten zeigen und üben Sie nicht weiter, wenn Schmerzen entstehen.
Wann sollte ich mit Kieferschmerzen zum Zahnarzt?
Ein Termin ist sinnvoll, wenn Schmerzen länger als ein bis zwei Wochen bestehen, wiederkehren oder den Alltag einschränken. Auch Geräusche im Gelenk, Zahnabrieb oder Probleme beim Kauen sind ein Anlass. Bei einer plötzlichen Kiefersperre kommen Sie bitte direkt in die Schmerzsprechstunde.

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Sie leiden unter Kieferschmerzen, Zähneknirschen oder unerklärlichen Kopfschmerzen? Lassen Sie sich bei uns beraten und untersuchen.

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