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Zahnersatz aus dem 3D-Drucker – wo stehen wir?

Zahnersatz aus dem 3D-Drucker – wo stehen wir?

Als wir 2017 zum ersten Mal über 3D-Druck in der Zahnmedizin geschrieben haben, war das Thema vor allem Zukunftsmusik. Inzwischen hat sich einiges getan – aber anders, als viele erwartet haben. Hier ein ehrlicher Überblick, was der 3D-Druck heute kann, wo seine Grenzen liegen und wie wir in unserer Praxis mit digitaler Zahntechnik arbeiten.

Was der 3D-Druck heute kann

In Dentallaboren gehört der 3D-Druck mittlerweile zum Alltag – allerdings nicht für fertigen Zahnersatz, sondern vor allem für Hilfsmittel. Bohrschablonen für Implantate, Modelle für die Planung und Aufbissschienen lassen sich schnell und präzise drucken. Auch provisorische Kronen und Brücken aus Kunststoff werden inzwischen gedruckt.

Für dauerhaften Zahnersatz aus Keramik sieht es anders aus. Die Materialien sind zwar deutlich besser geworden, aber in der Praxis hat sich das Fräsverfahren durchgesetzt – nicht der Druck.

Warum Fräsen dem Drucken voraus ist

Die CAD/CAM-Technologie – also das computergestützte Entwerfen und Fräsen von Zahnersatz – ist heute der Standard für hochwertige Restaurationen. Der Grund ist einfach: Gefräste Keramik ist dichter, stabiler und langlebiger als gedruckte. Beim Fräsen wird ein massiver Keramikblock zerspant, der bereits unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wurde. Das Ergebnis ist ein Material, dem man vertrauen kann.

Beim 3D-Druck wird dagegen Schicht für Schicht aufgebaut. Das führt zu feinen Übergängen zwischen den Lagen, die bei hoher Kaubelastung zum Problem werden können. Für Schienen oder Provisorien spielt das keine Rolle – für eine Krone, die zwanzig Jahre halten soll, schon.

CEREC: Digitaler Zahnersatz in einer Sitzung

In unserer Praxis nutzen wir CEREC, ein CAD/CAM-System, das Zahnersatz direkt vor Ort herstellt. Der Ablauf: Wir scannen den Zahn digital, entwerfen die Krone oder das Inlay am Bildschirm und fräsen es in wenigen Minuten aus einem Keramikblock. In geeigneten Fällen kann die Versorgung innerhalb eines Termins erfolgen; ob ein Provisorium oder ein weiterer Termin notwendig ist, hängt vom Befund ab.

Die vollkeramischen Restaurationen, die wir so herstellen, wirken häufig sehr natürlich. Und weil alles in unserem eigenen Labor passiert, können wir Materialwahl und Herstellungsprozess eng begleiten.

Was kommt als Nächstes?

Die Entwicklung beim 3D-Druck geht weiter. Hybridkeramiken, die sich drucken lassen und trotzdem stabil genug für den Kaubereich sind, werden getestet. Erste Hersteller arbeiten an Hochleistungskeramik-Druckern, die auch für Kronen und Brücken geeignet sein könnten. Ob und wann diese Geräte in der Breite ankommen, ist offen.

Was sich aber schon jetzt abzeichnet: Digitale Zahntechnik wird immer präziser, schneller und komfortabler für Patienten. Ob gefräst oder irgendwann gedruckt – der digitale Weg ist der richtige.

Unser Ansatz

Wir setzen auf Technik, die sich bewährt hat, und beobachten neue Entwicklungen genau. Wenn der 3D-Druck eines Tages die gleiche Qualität wie Fräsen liefert, werden wir ihn einsetzen. Bis dahin arbeiten wir mit CEREC und CAD/CAM auf einem hohen technischen Niveau.

Sie haben Fragen zu digitalem Zahnersatz? Sprechen Sie uns an – wir erklären Ihnen gern, welche Lösung für Ihren Fall am besten passt.

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